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Wolfgang Werner

Illustrierte Poetik des Impurismus

Morphologie und Funktion der Genitalien am Ursprung von Sprache und Mythos, Schrift und Literatur

Band I: Grundlagen;
Band II: Analysen, Farbtafeln und Schlüssel
Die Bände werden nur zusammen abgegeben.

Essen 2007, DIN A 4, 1.346 Seiten,
206 Abbildungstafeln, davon 92 in Farbe,
128,00 EUR[D], ISBN 978-3-89924-176-1
 

Themenstellung:

Die Zeit ist reif für einen geistigen »Ruck«, der die Werke der Kulturschaffenden den Benutzern und Genießern erschließen kann. Es wäre doch zu schade, wenn solch ein intellektueller Spaß der gebildeten Menschheit weiterhin vorenthalten würde!
Die umfangreichen theoretischen Grundlagen werden durch 206 ganzseitige Bildtafeln anschaulich dargestellt (davon 92 in Farbe). Die Bilder sind nicht dekorative Illustrationen, sondern ein notwendiger Leitfaden des Gedankengangs im Text. Mit über 4400 zitierten Belegen will der Autor die beinah unglaublichen Zusammenhänge absichern und plausibel machen, daß er für die Brisanz des Ganzen nicht verantwortlich ist, weil er die Gedanken nicht erfunden, sondern nur gefunden und zusammengestellt hat. Die Theorie kulminiert am Anfang des zweiten Bandes, wo eine poetologische Überleitung »Impurismus in der Literatur« die Brücke zu den praktischen Analysen herstellt. Diese Dekodierungen von bisher hermetischer Literatur wollen die Richtigkeit der Theorie durch Anwendung beweisen. Der Autor nutzt den Platz für wenige Schwerpunkte, um dem Vorwurf zu entgehen, aus der Welt der Literatur nur die wenigen »lösbaren« Texte gesammelt zu haben. Die Poetik des Impurismus könnte der Sprach- und Literaturwissenschaft ganz neue Impulse geben.
Mit dem Wort ‘Impurismus’ spielt der Verfasser auf Texte von Pablo Neruda von 1947 an, die unter dem Titel Poesía sin pureza / Poésie impure 1954 von Hans Magnus Enzensberger übersetzt und zweisprachig herausgegeben wurden. Der Verfasser meint mit »Impurismus« aber nicht nur die Poetik, sondern auch das Weltbild dahinter, ohne das seine Analysen kaum zu verstehen sind. In der Theorie entwickelt er zunächst das »doppelte Weltbild«, das bald dreifach wird und gegen Ende in dem vierfachen »Weltbild der Windmühle« endet. Mit der Fülle des Stoffes, die der Verfasser aus vielen Fachgebieten autodidaktisch zu überschauen wagt, kommt er zu einer vielseitigen Theorie, die den Experten neue Ansätze bietet, nicht nur in der alten und neuen Philologie, sondern auch in Mythologie und Märchenforschung, in Archäologie, Ägyptologie, Philosophie und Theologie. Auch Kunst, Architektur und Musik sowie die Nomenklatur von Biologie, Geographie und Astrophysik sind betroffen. Die Ausgrenzung esoterischen Wissens wird überwunden, denn in Astrologie, Alchemie, Entsprechungslehren, Kabbala und Tarot sind alte Weisheiten bewahrt. Heureka!

Wolfgang Werner, Jahrgang 1938, war 36 Jahre als Deutsch- und Englischlehrer im gymnasialen Schuldienst tätig, bevor er 1998 in den Ruhestand ging. Die Hermetik mancher Literatur (besonders der Lyrik) beschäftigte ihn berufsbedingt und deshalb andauernd seit 1958, wobei ihm die Existenz einer unbekannten Poetik mehr und mehr zur Gewißheit wurde, und seit 1984 arbeitete er intensiv daran, das Rätsel zu lösen. Nach vielen Jahren Arbeit legt er hier seine Ergebnisse vor.

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