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Philosophie in der Blauen Eule / Band 68

Christine Weber

Philosophien der Differenz zwischen Sprache und Schrift
Affinität und Divergenz im Denken Lyotards und Derridas

Essen 2009, 264 Seiten, 36,00 EUR[D], ISBN 978-3-89924-253-9

„Denken der Differenz“ ist ein Schlagwort, das mittlerweile auf sämtliche philosophische Konzeptionen des 20. Jahrhunderts bezogen wird. Aber genau genommen existiert DAS Denken der Differenz nicht. Gleich sämtliche Verschiedenheiten zwischen mehreren Denkern aufdecken zu wollen, wäre vermessen. Daher konzentriere ich mich auf einen grundlegenden Aspekt: die Unterschiedlichkeit der Argumentationen derjenigen Denker, die ihren Differenzbegriff im Hinblick auf Sprachkonzepte entwickeln zu denjenigen, die sich auf die Schrift berufen. Exemplarisch greife ich zwei Philosophen heraus: Jean-François Lyotard und Jacques Derrida. Ich werde nachweisen, dass sich Lyotard an der Sprache orientiert, Derrida an der Schrift. Ferner zeige ich, wie sich diese unterschiedlichen Ausgangspunkte auf die Konzeptionen der différance (Derrida) und des différend (Lyotard) auswirken. Darüber hinaus findet ein Rückbezug des Ereignis-Begriffs beider Denker – durch den Filter der Differenzkonzepte – im Hinblick auf die unterschiedlichen Ausgangspunkte (Sprache und Schrift) statt.
Ziel ist es, mit dieser Arbeit einen Beitrag zur strukturellen Untersuchung des Differenzdenkens zu leisten, der den Blick auf das Wesentliche lenkt: auf das Denken selbst.

Christine Weber, Dr. phil., studierte Philosophie, deutsche Literaturwissenschaft, germanistische Linguistik und Deutsch als Fremdsprache in Braunschweig; Promotion 2008.

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