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Genealogica / Band 42

Reinhard Merker / Rudolf Heinz

Leib – Ding – Körper III
Pathognostische Orientierungen in Form von Briefen

Essen 2010, 206 Seiten, 29,- €[D], ISBN 978-3-89924-303-1

„Dass die Regularien und Produkte der Soziotechnologie in geradezu unheimlicher Weise in die Subjekte eindringen, ist eine – die? – wesentliche Mitteilung der Pathognostik; unheimlicher noch die Botschaft, dass die jeweiligen subjektiven Organismen und Organisationen zwanghaft dazu neigen, die äußerlich sich entfaltende, von ihnen selbst opferhaft hervorgetriebene Makrotechnologie phantasmatisch zu inkorporieren – nicht etwa im Sinne eines bloßen Anpassungsvorgangs, sondern gleichsam als Überbietungsbemühung, was wiederum zu Alterationen und Krankheiten führt.“ (R. Merker)

„Ja, ‚unheimlicher noch…’ – mir dünkt die zentrale Botschaft der Pathognostik, Pathogeneität just in die ‚Reintrojektion des Projizierten’, die Gefangenschaft darin: bar der fürs erste befreienden Reexternalisierung, zu setzen, so als müsse die Entschädigung für alles ‚Opfer der Arbeitskraft’ auf der Stelle das göttliche Mahl herbeischaffen, um im Edelvomitus (nein, das genügt nicht) der metabolisierten Dinge allererst deren endgültige Ausgestaltung – als Waffen – aufzubringen.“ (R. Heinz)

Dr. phil. Rudolf Heinz, Universitätsprofessor i.R. für Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; psychoanalytische Ausbildung, psychiatrische Tätigkeit; Konzeption der psychoanalysekritischen Pathognostik; erster Vorsitzender von „Psychoanalyse und Philosophie e.V." (Gründungsmitglied der „Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf e.V."); z.Zt. Mitarbeit in der „Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Heinrich-Heine-Universität-Düsseldorf/Rheinische Kliniken"; zahlreiche Fachpublikationen zum Wechselverhältnis von Philosophie und Psychopathologie, Herausgeber der philosophischen Reihe „Genealogica“.

Dr. med. Reinhard Merker, Facharzt für Innere Medizin mit Zusatzbezeichnung Psychotherapie, Mediator und freier Schriftsteller. Interessenschwerpunkte: Psychopathologie und Psychosomatik, Massenkultur, neuere deutsche Geschichte. Publikationsauswahl: „Das Unbewusste der Psychoanalyse" (2008), „Einige Gedanken zu Technik und Psyche" (2004), „Reklame für den schlechten Lauf der Dinge" (2001), „Die bildenden Künste im Nationalsozialismus" (1983).

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