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Bibliothek Des Esseintes / Band 8
Jules Laforgue
Poetische Werke: Lamentationen. Die Nachfolge unserer lieben Frau Mond. 
Blumen des besten Willens. Letzte Verse.

Übersetzt und mit einem Nachwort von F. Stückemann
Essen 2002, 260 Seiten, 28,00 € [D], ISBN 978-3-89206-010-9

Jules Laforgue, "wenn nicht gar der größte französische Dichter nach Baudelaire, so doch sicherlich der bedeutendste technische Neuerer" (T.S. Elliot), irritiert und fasziniert bis heute durch die radikale Modernität seiner Lyrik. Darin löst er nicht nur die klassischen Gesetze der Metrik, des Reims und des Strophenbaus auf, sondern spielt mit den Gebrauchsbedingungen und dem Verständnishorizont der Worte: Die ironische Brechung sämtlicher Stil- und Sinnebenen führt zu Sprachschöpfungen, welche E. Pound als "Logopoeia" und "Tanz des Geistes unter den Worten" feiert. Gerade um dieser Qualitäten willen, die in der Weltliteratur sonst nur bei Heine vorgeprägt sind, blieben bislang die wenigen Übersetzungsversuche deutscher Zunge in Ansätzen stecken. Die Veröffentlichung von Laforgues Pierrot-Zyklus nebst Auszügen aus dem Nachwort in Sinn und Form 6/1996 ermutigte den Übersetzer, die Sammlungen Les Complaintes, L´Imitation de Notre-Dame la Lune, Des Fleurs de bonne volonté und Derniers vers aus dem poetischen Werk Laforgues vollständig in deutscher Sprache vorzulegen.

Der Übersetzer, Frank Stückemann, Jahrgang 1962, Pfarrer, publizierte bisher die Werke von Charles Cros und Tristan Corbière in deutscher Fassung. Ferner schrieb er über französische Literatur des neunzehnten Jahrhunderts; u.a. in: Sinn und Form 6/1995, GRM 4/1995 und 3/1998 sowie Archiv 1/1999.

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