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Reimar Hartge

Gott segne Afrika – Ein Kontinent im Umbruch
Begegnung eines europäischen Entwicklungshelfers mit afrikanischer Naturreligion. 
Aus der Arbeit als ärztlicher Volontär an der Elfenbeinküste 

Essen 2010, 186 Seiten, zahlr. farbige Fotos, 24,- €[D], ISBN 978-3-89924-258-4

Im Grenzbereich von Vertrautem und Fremdem werden Kontraste am stärksten empfunden. Solches gilt auch bezüglich der leidigen Trennlinie zwischen ´zivilisierter` und ´unzivilisierter` Welt.
Der erste Teil dieses Buchs bietet dem modernen Leser vorurteilsabbauende Wegabenteuer durch eine archaische Gedankenwelt voller lebendiger Geheimnisse und überraschender Perspektivenwechsel.
Im zweiten Buchteil, dem Projektbericht eines jungen ärztlichen Volontärs (1973/74), wird gezeigt, daß Entwicklungshilfe sich nicht darauf beschränken darf, Notleidenden würdiges Überleben zu sichern: Es gilt zudem bei allen Hilfsanstrengungen, ehrlich empfundene Mitmenschlichkeit zu erkennen zu geben. Oft wollen Vorurteile und fehlerhafte Gewohnheiten behutsam und mit viel Takt und Geduld bewußt gemacht sein, damit sie im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe überwindbar werden.
Durch Hinterspiegelung der beiden inhaltlich so unterschiedlichen Textblöcke wird deutlich, wie krass Gedankenwelten von Menschen aus Industrieländern und exotischen Entwicklungsländern voneinander abweichen können. Gelingt aber eine Überbrückung von Seele zu Seele, so wird Hilfe zum wechselseitig fruchtbaren Prozess.

Reimar Hartge, Dr. med., Dr. phil., Arzt, Philosoph und Naturwissenschaftler, hat Evolutions-, Kultur- und Sozialgeschichte stets aus Perspektive erhellender, Hoffnung spendender Gedanken betrachtet. Gleichwohl blieb er Realist. 
Im behördenmedizinischen Alltag und als Entwicklungshelfer in Afrika wie in Indien hat er auch dunkle Seiten eines Weltgeschehens hautnah erfahren. Konfrontiert mit essentiellen Aspekten des Lebens, sind ihm die spirituellen Bedürfnisse von uns Menschen bewußt geworden. In zahlreichen Texten werden sie beschrieben.
Schon in früheren Jahren gab es Drucklegung wichtiger Arbeiten mit medizinischen, medizingeschichtlichen, ethnomedizinischen und vergleichend naturwissenschaftlichen Inhalten.
Der Autor war DFG-Stipendiat (Univ. Leeds, U.K.). In Deutschland arbeitete er als wissenschaftlicher Hochschulassistent, wurde Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (MHH) und schließlich Medizinaldezernent bei Landesbehörden. Neunjährige nebenberufliche Tätigkeit als Chefredakteur einer internationalen medizinischen Fachzeitschrift.

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