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Reimar Hartge

Wußten Sie, daß ....
Geschichtlich Unterhaltsames für moderne Hebammen in kurzen Texten 

Essen 2012, 182 Seiten, zahlr. Abbildungen u. Fotos, 19,- € [D]
ISBN 978-3-89924-332-1

Hebammenbücher sind in den vergangenen 500 Jahren in beinahe unüberschaubar großer Anzahl erschienen. Sie alle bleiben zwar in großen Bibliotheken einsehbar; doch wer findet neben seinem Berufsalltag noch Muße, sich ausgiebig mit historischen Texten zu befassen? Die Aufmerksamkeit richtet sich heute – sicher zu Recht – fast ausschließlich auf eine ?mit der Zeit gehende` Weiterentwicklung berufspraktischen und -theoretischen Wissensstandes.
Gleichwohl ist ein repräsentatives Potpourrie von Historie – sofern es nicht in ermüdenden Sermonen, sondern – wie hier – in zumutbaren ?Appetithäppchen` angeboten wird, recht gut dazu geeignet, erholsame Stunden der Besinnung zu bieten. Nach solcher Lektüre gehen einem gewiß selbst die schwierigsten Geburten leicht und problemlos von der Hand.

Aus dem Vorwort:
Es kann keinen Zweifel darüber geben, daß uns die Entwicklung einer modernen und von Erkenntnissen der Naturwissenschaften geprägten Geburtshilfe Mittel und Möglichkeiten in die Hände gegeben hat, zahlreiche Gefahren für Mutter und Kind zu entschärfen, ja durch geeignete prophylaktische Maßnahmen zu verhüten. Die Sterblichkeit Neugeborener und schon gar von Frauen unter der Geburt oder im Wochenbett wurde – sogar schon im Vergleich zu den Verhältnissen, wie sie noch vor 50 bis 100 Jahren vorherrschten – entscheidend vermindert.
Beim Eilmarsch durch die Geschichte der Geburtshilfe, welche einerseits durch konsequente Verbesserungen das Fundament für heute vorherrschende Verhältnisse gelegt hat, andererseits aber auch manches aus Erinnerung zu verdrängen suchte, was eigentlich gut war und vor endgültigem Vergessen gerettet werden sollte, mag einem schwindelig werden. 
In diesem Büchlein soll versucht werden, die Geburtshilfe – und dabei schwerpunktmäßig das Hebammenwesen – aus Perspektiven zu beleuchten, wie sie in Lehrbüchern nur selten in Erscheinung treten, wobei nämlich alles berufstypische Grundwissen für die alltägliche Arbeit ausgeblendet wird und Aufmerksamkeit einzig auf das Überraschungsmoment eines ´Wußten Sie schon, daß?` gerichtet ist. 
Der Autor – selber Geburtshelfer mit einem besonderen Faible für die Geschichte der Geburtshilfe – war nach Abschluß seiner Facharztausbildung an der Medizinischen Hochschule Hannover lange Jahre als Medizinaldezernent beim Regierungspräsidenten in Darmstadt und beim Regierungspräsidenten in Hannover tätig, und hat in dieser Funktion u.a. auch das Prüfungswesen für andere als ärztliche Heilberufe betreut. Besonders gern erinnert er sich dabei an die Hebammenprüfungen, welche er in Funktion als Prüfungsvorsitzender (1983-2001) abgenommen hat. Manch eine der Leserinnen aus Südhessen und Niedersachsen mag sich noch an den rotbärtigen Hünen erinnern und an seine kleinen Festansprachen zum jeweils bestandenen Examen. Im Frankfurter Raum trat der Autor als zuständiger Überwacher des Hebammenwesens sogar in die Fußstapfen des berühmten Dr. Eucharius Roesslin, des Autoren vom Rosengarten (Straßburg, 1513), dem weltweit ersten gedruckten Hebammenlehrbuch. So war es nur folgerichtig, auch jenes Buch anläßlich seines 500-jährigen Jubiläums als Faksimile (nebst Transkription und mit Kommentaren) in diesem Jahr 2012 gleich mit zu publizieren. – 

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