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Reimar Hartge

Und ab geht die Flaschenpost ...
Der Swangern Frauwen und Hebammen Rosengarten. 
Faksimile mit Transkription und Kommentaren zum 500-jährigen Jubiläum des weltweit ersten gedruckten Hebammenbuchs

Essen 2012, 466 Seiten, zahlr. Abbildungen und Fotos
48,00 € [D], ISBN 978-3-89924-321-5

Jede Wissenschaft ist stolz auf Zeugnisse aus Pionierzeiten ihres Zustandekommens. Das gilt auch für wissenschaftliche Geburtshilfe. Deren allerälteste Wurzeln reichen bis zu Autoren aus klassischer mediterraner Antike zurück. Breitenwirkung erfuhr wissenschaftliche Geburtshilfe gleichwohl erst nach Entdeckung der Buchdruckerkunst. 
Vor exakt 500 Jahren publizierte der damalige Wormser Stadtarzt Eucharius Roesslin sen. – unter Berücksichtigung ihm bekannter Texte aus Abschriften antiker Manuskripte – das welterste gedruckte Hebammenbuch. Er begründete damit die sogenannt schulmedizinische Geburtshilfe. 
An den von Roesslin gebotenen Erläuterungen und Empfehlungen, welche uns Heutigen die Aura spätmittelalterlicher Lebensbedingungen näherbringen, richteten sich praktische und theoretische Geburtshilfe – trotz unverkennbarer Fortschritte – fast 200 Jahre lang aus. Wie könnte es da interessierte Leser noch überraschen, daß sich hier und da Kernwahrheiten hinübergerettet haben, an denen selbst supermoderne Medizin nicht zu rütteln vermag. 

Reimar Hartge, Dr. med., Dr. phil., Arzt, Philosoph und Naturwissenschaftler, hat Evolutions-, Kultur- und Sozialgeschichte stets aus Perspektive erhellender, Hoffnung spendender Gedanken betrachtet. Gleichwohl blieb er Realist. 
Im behördenmedizinischen Alltag und als Entwicklungshelfer in Afrika wie in Indien hat er auch dunkle Seiten eines Weltgeschehens hautnah erfahren. Konfrontiert mit essentiellen Aspekten des Lebens, sind ihm die spirituellen Bedürfnisse von uns Menschen bewußt geworden. In zahlreichen Texten werden sie beschrieben.
Schon in früheren Jahren gab es Drucklegung wichtiger Arbeiten mit medizinischen, medizingeschichtlichen, ethnomedizinischen und vergleichend naturwissenschaftlichen Inhalten.
Der Autor war DFG-Stipendiat (Univ. Leeds, U.K.). In Deutschland arbeitete er als wissenschaftlicher Hochschulassistent, wurde Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (MHH), schließlich Medizinaldezernent bei Landesbehörden. Neunjährige nebenberufliche Tätigkeit als Chefredakteur einer internationalen medizinischen Fachzeitschrift.

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