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Reimar Hartge

Immunology of human pregnancy / Immunologie der Schwangerschaft
(englisch- und deutschsprachig)

Essen 2011, 428 S., zahlr. Zeichnungen u. Fotos, 49,00 € [D]
ISBN 978-3-89924-292-8

Jahrtausendelang bezeichnete man die Mutter und ihre noch ungeborene Leibesfrucht als von einem Fleisch und Blut. Noch immer gehen viele medizinische Laien von solch irriger Vorstellung aus.
Forschungen zur Immunologie der Schwangerschaft belegen aber, daß Embryonen bzw. Feten im Mutterleib recht viel mit heterologen Organtransplantaten gemein haben: Es gibt sowohl Verträglichkeits- als auch Abstoßungsfaktoren. Der mütterliche ´Wirtsorganismus` ist grundsätzlich in der Lage, seinerseits dem genetisch wie immunologisch ´anders` gearteten Gewebe des in ihm heranreifenden Ein- oder Mehrlings zu schaden. Umgekehrt vermag auch das kindliche ´Transplantat` seinerseits, immunologisch auf eine Weise aktiv zu sein, daß es dem mütterlichen Gewebe Schaden zufügt.
Die hier präsentierte Studie aus Pionierjahren immunologischer Forschung an der Mutter-Kind-´Einheit` gibt interessierten Medizinern Auskunft über Einzelheiten von ´Partisanenkämpfen` im ´Hinterland` plazentarer Grenzlinie. Ursachen und Wirkungen werden diskutiert.

Relations between maternal and fetal organisms during gestation are partly very complicated and as such still remain inexplicable.
Membrane antigens of trophoblast exist from a very early stage of development, and even an active immunocompetence develops in the fetus as soon as during the second third of pregnancy. 
Many factores are involved in preventing materno-fetal and feto-maternal casting-off-reactions. But these natural protection-shields can be disturbed: Abortion, stillborn fetuses and survival of more or less dysnature newborns may be sad consequence.
The observation of low thymic weight in stillborn babies and personal clinical experiences in tropical Africa (Abidijan, Ivory Coast) such as increased susceptibility of dysmaturely born offspring to various infections diseases, an obviously diminished response to vaccinations and a predisposition to Kwashiorkor in early childhood induced the author to measure the effect of gestational immunological incompatibility and of ‘intrauterine matnutrion’. He applied in his research a variety of in-vitro-investigations, culture methods with cell-counts, electrophoretical serum-analysis, immunoelectrophoresis, immuno-fluorescence and analysis of frozen tissue sections.

Reimar Hartge, Dr. med., Dr. phil., Arzt, Philosoph und Naturwissenschaftler. Im behördenmedizinischen Alltag und als Entwicklungshelfer in Afrika wie in Indien hat er auch dunkle Seiten eines Weltgeschehens hautnah erfahren. Konfrontiert mit essentiellen Aspekten des Lebens, sind ihm die spirituellen Bedürfnisse von uns Menschen bewußt geworden. In zahlreichen Texten werden sie beschrieben.
Der Autor war DFG-Stipendiat (Univ. Leeds, U.K.). In Deutschland arbeitete er als wissenschaftlicher Hochschulassistent, wurde Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (MHH), schließlich Medizinaldezernent bei Landesbehörden. Neunjährige nebenberufliche Tätigkeit als Chefredakteur einer internationalen medizinischen Fachzeitschrift.

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