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Reimar Hartge

Archaischer Verhaltenskodex
Schon Prae-Adamus war irgendwie ein Post-Adamus

Essen 2011, 100 S., zahlr. Zeichnungen, 17,00 € [D]
ISBN 978-3-89924-281-2

Wo Bewußtseins-gleiches zusammenlebt, bleibt geistiger Fortschritt aus. Wenn aber Un-gleiches oder einander bloß Ähnliches aufeinander trifft, wird sich ein interdependent entwicklungsfähiges kognitives Erfahrungsprogramm gestalten. – Dieser Grundsatz aus vergleichender Verhaltensforschung behält sogar dann seine Gültigkeit, wenn man ihn auf gesamte Menschheitsgeschichte bezieht:
Wären Adam und Eva, bzw. Kain und Abel in sämtlichen Folgegenerationen mit völlig identischen genetischen und zerebralen ´Computerprogrammen` ausgestattet gewesen, dann gäbe es noch immer lauter Adams und Evas, lauter Kains und Abels. – 
Es ist nicht von der Hand zu weisen: Einerseits existierten bedeutsame und ´unaufhörliche` Umwandlungsprozesse unseres Denkens und Verhaltens, die inzwischen so etwas wie Superhirnmenschen aus uns gemacht haben; andererseits blieb unverkennbar, daß wir nicht nur in den Genen, sondern auch im Stammhirn weiterhin Merkmale von Steinzeitgeschöpfen tragen, Merkmale, welche zuweilen bis ins Bewußtsein ´emporgespült` werden.

Reimar Hartge, Dr. med., Dr. phil., Arzt, Philosoph und Naturwissenschaftler, hat Evolutions-, Kultur- und Sozialgeschichte stets aus Perspektive erhellender, Hoffnung spendender Gedanken betrachtet. Gleichwohl blieb er Realist. 
Im behördenmedizinischen Alltag und als Entwicklungshelfer in Afrika wie in Indien hat er auch dunkle Seiten eines Weltgeschehens hautnah erfahren. Konfrontiert mit essentiellen Aspekten des Lebens, sind ihm die spirituellen Bedürfnisse von uns Menschen bewußt geworden. In zahlreichen Texten werden sie beschrieben.
Schon in früheren Jahren gab es Drucklegung wichtiger Arbeiten mit medizinischen, medizingeschichtlichen, ethnomedizinischen und vergleichend naturwissenschaftlichen Inhalten.
Der Autor war DFG-Stipendiat (Univ. Leeds, U.K.). In Deutschland arbeitete er als wissenschaftlicher Hochschulassistent, wurde Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (MHH), schließlich Medizinaldezernent bei Landesbehörden. Neunjährige nebenberufliche Tätigkeit als Chefredakteur einer internationalen medizinischen Fachzeitschrift.

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