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Reimar Hartge

<Laureamus igitur>
Das Rigorosum des geläuterten Dr. Faustus in Sprache unserer Zeit

Essen 2011, 192 Seiten, 24,00 €[D],
ISBN 978-3-89924-278-2

Goethes Faustdrama vermittelt als Kernbotschaft, wie nahe Ursachen zu Bewunderung und Verabscheuung menschlicher Fähigkeiten beieinander liegen. Zugleich hält es dem Leser mahnend vor Augen: Wer sucht, was er nicht soll, findet, was er nicht will! – 
Das hier vorgelegte ´Rigorosum des geläuterten Dr. Faustus in Sprache unserer Zeit` ist weder stilistisch-inhaltlich ´überarbeitete` Neuauflage Goetheschen Dramas, noch handelt es sich um Textfortsetzung: In Gestalt abstrahierender Essays will Faustisches Konfliktpotential mit Vernunft ´exorziert` sein. Solche ´Zurechtweisung` findet sich nicht erst am Buchende, sondern durchgehend: Der Alchemistentrick mit dem permanent in Funktion bleibenden (nun dem Guten dienenden) Zauberstab verleiht der Zeremonie beschwörend eindringliche Aura! – Dem Leser wird vor Augen geführt, durch welche Sinneswandlung der <Circulus vitiosus> maßlosen Wünschens und Begehrens zu überwinden wäre: Mit seinem Plädoyer vor rehabilitiertem Gewissen bietet Dr. Faustus als völlig Geläuterter rettende Antithese zu Ursachen eigener ´Lebensverfehlung`. –

Reimar Hartge, Dr. med., Dr. phil., Arzt, Philosoph und Naturwissenschaftler, hat Evolutions-, Kultur- und Sozialgeschichte stets aus Perspektive erhellender, Hoffnung spendender Gedanken betrachtet. Gleichwohl blieb er Realist. 
Im behördenmedizinischen Alltag und als Entwicklungshelfer in Afrika wie in Indien hat er auch dunkle Seiten eines Weltgeschehens hautnah erfahren. Konfrontiert mit essentiellen Aspekten des Lebens, sind ihm die spirituellen Bedürfnisse von uns Menschen bewußt geworden. In zahlreichen Texten werden sie beschrieben.
Schon in früheren Jahren gab es Drucklegung wichtiger Arbeiten mit medizinischen, medizingeschichtlichen, ethnomedizinischen und vergleichend naturwissenschaftlichen Inhalten.
Der Autor war DFG-Stipendiat (Univ. Leeds, U.K.). In Deutschland arbeitete er als wissenschaftlicher Hochschulassistent, wurde Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (MHH), schließlich Medizinaldezernent bei Landesbehörden. Neunjährige nebenberufliche Tätigkeit als Chefredakteur einer internationalen medizinischen Fachzeitschrift.

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