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Musikwissenschaft/Musikpädagogik in der Blauen Eule / Bd.70

Gudrun Dittmann

Zwischen Anpassung und Integrität
Zu den Uraufführungen zeitgenössischer deutscher Opern am Leipziger Neuen Theater im NS-Staat

Essen 2005, 334 Seiten, zahlr. Abb., 38,00 EUR[D], ISBN 978-3-89924-121-1

„Zwischen Anpassung und Integrität“ - unter diesem Aspekt untersucht die Autorin die acht Opern-Uraufführungen 
zeitgenössischer deutscher Komponisten am Leipziger Neuen Theater im NS-Staat.
Ausgehend von der kulturpolitischen Situation in Leipzig während der NS-Diktatur wird gefragt, wie es zu diesen 
Uraufführungen kam, nach welchen Kriterien sie ausgewählt wurden, wie sich Komponisten und Librettisten zu diesem Staat verhielten, in wieweit die Libretti und die Musik den (unbestimmten und vielfach verworrenen) Forderungen an eine neue Oper entgegenkamen.
Dabei ergab sich ein zumeist höchst differenziertes und kompliziertes Geflecht von Anpassung bis hin zu Distanzierungen verschiedener Art. Die Querschnittsbetrachtungen verdeutlichen die Spannbreite. In zwei ausführlichen Analysen (zu Hans Stieber: „Der Eulenspiegel“ und Felix Petyrek / Hans Reinhart: „Der Garten des Paradieses“) wird die schwierige Situation von Künstler und Werk konkretisiert.
Untersucht wird außerdem die Aufführungspraxis am Leipziger Neuen Theater sowie die Aufnahme der Werke durch zeitgenössische Rezensenten.

Gudrun Dittmann (geb. 1968) studierte Musikpädagogik in Leipzig und Potsdam und arbeitete anschließend als Musiklehrerin in Leipzig. Danach studierte sie Musikwissenschaft und Germanistik in Leipzig (Magistra Artium). Sie arbeitete als freie Musikkritikerin bei der Leipziger Volkszeitung und schreibt musikwissenschaftliche Beiträge für verschiedene Publikationen.

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