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Karl Brose

EIGENDENKEN
Nietzsches Spuren, Adornos Schatten

Essen 2016, 130 Seiten, 19,- €[D]
ISBN 978-3-89924-414-4
Der Titel des Buches Eigendenken bedeutet Weg und Entwicklung des eigenen Denkens und Daseins. Beides kann nur in Stücken erfolgen, als „Stückwerk“. Diese Schritte und Teilschritte sind meist nur auf dem Weg, im Gleich- oder Wechselschritt und auf den Spuren oder im Schatten anderer Wanderer und Denker zu vollziehen: „Der Wanderer und sein Schatten“ – der eigene wie der fremde – heißt der zweite Band von Nietzsches Menschliches, Allzumenschliches.
Der Schrittmacher auf diesem eigenen Weg des Denkens und Daseins, der Stifter von Spuren im vorliegenden Buch, ist also Nietzsche. Demgegenüber sind die anderen Namen eher als Schatten zu bezeichnen. Sie sind für den Autor oft Hindernisse, die den eigenen Weg verdunkeln: Stolpersteine, die den Gleichschritt mit dem Schrittmacher verzögern. Wiederum aber klären sie auch diesen Fortschritt zum eigenen Denken und Dasein durch Innehalten und Besinnung, Nachdenken oder Pausen. Solche Stolpersteine sind unter dem Namen Adornos zusammengefaßt. Vielleicht liegt das an dessen Negativer Dialektik.

Karl Brose (1939-2014), Prof. Dr. phil. habil., war Hochschullehrer und Aphoristiker. Er unterrichtete an der Universität Münster/Westf. über philosophische Grundlagen der Erziehung. Im selben Verlag veröffentlichte er neben zahlreichen wissenschaftlichen Publikationen: Berliner Aphorismen I (2003) und Berliner Aphorismen II (2008).

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