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Theologie im Gespräch / Band 9 

Verena Begemann

Aus der Tabuzone ins Leben
Hospizarbeit als Beitrag einer modernen Ars moriendi

Essen 2001, 108 Seiten, 12,50 EUR, ISBN 978-3-89206-080-2

Ars moriendi – die Kunst des Sterbens – ist in einer fortschrittlichen und konsumorientierten Leistungsgesellschaft zu einem wahrhaftigen Fremdwort geworden. Eine reflektierte Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit darf weder Raum noch Zeit einnehmen, um gegenwärtige Systemimperative nicht zu gefährden. Die Tabuisierung von Sterben und Tod ist zu einem konstituierenden Element geworden. Der Sterbeprozess vollzieht sich heute hinter den Kulissen der Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime. Daraus resultiert eine enorme Sprach- und Hilflosigkeit im Umgang mit sterbenden und trauernden Menschen.

Der Hospizbewegung ist es gelungen, die Kunst des Sterbens für eine pluralisierte und individualisierte Gesellschaft neu zu definieren. Sie zeigt, wie eine sinnvolle Integration des Todes durch die ethischen Grundhaltungen der Solidarität, Verantwortung und Nächstenliebe gelingen kann.

Dieses Buch gibt einen Einblick in die Rahmenbedingungen von sterblichen und sterbenden Menschen. Es wird aufgezeigt, wie eine distanzierte Haltung gegenüber herrschenden Strukturen dazu beitragen kann, die eigene Lebensgrenze wieder neu zu akzeptieren.

Verena Begemann, geb. 1971 in Bad Oeynhausen, studierte von 1997 bis2000 Sozialarbeit und Sozialpädagogik an der Evangelischen Fachhochschule Hannover. Freiwillige Mitarbeit im Hospizkreis Minden. Im Rahmen des Studiums Produktion einer Radiosendung zur regionalen Hospizbewegung in Kooperation mit dem Hospizkreis Minden. Zur Zeit als Dipl.-Sozialarbeiterin im Anerkennungsjahr im Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises Herford tätig.

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